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Heute starten MADEINUSA und PACTO DE SILENCIO in den deutschen Kinos

Am heutigen Donnerstag, den 9.11.2006 starten der sehenswerteperuanische Film MADEINUSA von Claudia Llosa und der Dokumentarfilm desArgentiniers Carlos Echeverría PACTO DE SILENCIO (PAKT DES SCHWEIGENS -DAS ZEITE LEBEN DES ERICH PRIEBKE) in den deutschen Kinos. MADEINUSAwird diese Woche vorerst nur in Berlin zu sehen sein, bis zum Ende desJahres auch in anderen Großstädten Deutschlands. Der film-dienstbeschreibt den mit bereits mehreren Preisen ausgezeichneten Film derjungen Peruanerin sehr treffend als “eine ethnische Fiktion ohnefalsche Folklore”.PACTO DE SILENCIO läuft in der ersten Woche in Berlin und in Dresden an.

 

MADEINUSA handelt von dem schweigsamen Mädchen Madeinusa, das in einem kleinen peruanischen Dorf in den Anden lebt. Sie ist für das bevorstehende Fest des „Tiempo Santo“ die auserwählte Jungfrau und darf das ganze Dorf, im Brautkleid gekleidet, auf dem zeremoniellen Umzug anführen. Die „heilige Zeit“ erinnert an den hiesigen Karneval, alle begangenen Sünden sind für Gott unsichtbar, da dieser - hier die kleinen, aber feinen Unterschiede - während der Festtage tot ist. In die Feierlickkeiten und die erotisch aufgeladene Stimmung platzt ein junger Fremder aus der Hauptstadt. Madeinusa fühlt sich sofort zu ihm hingezogen und sieht in ihm ihre Möglichkeit, sich aus den patriarchalischen Strukturen zu befreien und in die Großstadt Lima zu gehen. Mit dokumentarischem Blick beobachtet Claudia Llosa den Alltag der DorfbewohnerInnen, zumeist LaiendarstellerInnen, und mischt der Wirklichkeit entsprechende Traditionen mit erfundenen Ritualen, um die Trennung von Realität und Fiktion aufzuheben.
Der Film wurde bereits im Januar beim Internationalen Filmfestival Rotterdam mit dem Großen Preis der Filmkritik ausgezeichnet. Beim Internationalen FrauenFilmFestivals Köln \| Dortmund wurde MADEINUSA zum besten Debütlangspielfilm gewählt. Letztere Auszeichnung ist mit einem Preisgeld von 10.000 € dotiert.

Der Film PACTO DE SILENCIO (PAKT DES SCHWEIGENS – DAS ZWEITE LEBEN DES ERICH PRIEBKE) handelt davon, wie sich Erich Priebke, ehemaliger SS-Hauptsturmführer, in der deutschen Gemeinde von Bariloche zunehmend Gehör verschafft. Echeverría beleuchtet als Zeitzeuge das neue öffentliche Leben des Kriegsverbrechers, beginnend in den 60er Jahren: Von der düsteren Vergangenheit während der Nazi-Herrschaft scheint in Bariloche niemand Notiz zu nehmen. Durch die Unterstützung vieler Gleichgesinnter genießt Priebke in Argentinien bis zur verspäteten Auslieferung nach Italien 1995 hohes Ansehen. Als Vorstand der deutschen Schule drängt er missliebige Direktoren und Lehrer aus dem Amt und verbreitet seine nationalsozialistische Ideologie. Mitarbeiter der deutschen Botschaft in Buenos Aires und offizielle Stellen wissen von den Vorgängen und schweigen. Echeverría bricht diesen "Pakt des Schweigens". Hierzu werden bisher unveröffentlichte, dokumentarische Privataufnahmen auf geschickte Weise mit einfühlsam gedrehten Spielfilmszenen verstrickt.

Text: es und hsn
Bild: trigon-film



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