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GLORIA

Auf den ersten Blick handelte es sich bei den  diesjährigen internationalen Filmfestspielen von Berlin um eine „Berlinale der Frauen.“ Unter dem Juryvorsitz von Wong Kar-Wai entschieden unter anderem die dänische Regisseurin Susanne Bier, die griechische Filmemacherin Athina Rachel Tsangari, die US-amerikanische Dokumentarfilmerin  Ellen Kuras sowie die iranische Videokünstlerin Shirin Neshat über die Vergabe der begehrten Bärenstatuen (die Hauptpreise des Festivals). Schon alleine in den Filmtiteln der Wettbewerbsfilme tauchen sechs Frauennamen auf und kein einziger Männername. Zahlreiche starke Frauen prägten die Handlung vieler Filme.

Eine Heldin der „Berlinale“ ist Gloria, die titelgebende Protagonistin in Sebastián Lelios Film. Paulina García spielt die abenteuerlustige und liebeshungrige Frau von Ende 50 und erhielt erwartungsgemäß und völlig verdient den „Silbernen Bären“ für die beste Darstellerin. Gloria ist geschieden, ihre Kinder leben ihr eigenes Leben, sie selbst hat Angst vor der Einsamkeit. Unterschwellig ist diese Angst immer zu spüren, selbst in solchen Momenten in denen das wunderbare Leben im Vordergrund steht und sie beispielsweise selbstvergessen auf der Tanzfläche steht (auf Singleparties!). Doch niemals ist Gloria eine gebrochene Frau, niemals lässt sie sich unterkriegen. Entra odio ed esce amore – heißt es im gleichnamigen Lied von Umberto Tozzi, das in der Schlussszene angespielt wird. Sie verliert niemals ihre Würde, auch wenn sie alles macht, um den Männern, die sie kennenlernt, zu gefallen. Wie sie ihren vorübergehenden Partner, den tragikomischen Rodolfo, der gedanklich in der Vergangenheit – in seiner tristen Ehe, in der Pinochet-Zeit –steckengeblieben ist, abserviert (den Laufpass gibt) führt zu Szenenapplaus und Standing Ovations bei der Premiere im Berlinale Palast. Am Ende schließt sie Frieden mit ihrer Einsamkeit und strahlt damit großen Optimismus aus.


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