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Carlos Saura

Carlos Saura

  • Geboren am Montag, 4. Januar 1932
  • Geboren in Huesca, Spanien


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CarlosSaura zählt seit Jahrzehnten zu den wichtigsten und einflussreichstenRegisseuren Europas. Er arbeitete bereits erfolgreich als Fotograf, alser sich 1953 für die Filmschule Madrids einschrieb. Ab 1955 drehte ererste Kurzfilme (unter anderem über den Flamenco). Als junger Regisseursorgt er auf der "Berlinale" international für Aufsehen: 1966 gewinnter mit dem metaphernreichen Psychothriller LA CAZA den "SilbernenBären." Im Gegensatz zum europäischen Ausland bleibt ihm in seinerspanischen Heimat, in der noch der Caudillo Franco herrscht, der Ruhmzunächst versagt. Dennoch bleibt er ihr als Regisseur verbunden. Diestrengen Zensurbestimmungen lassen den liberalen Filmemacher einesubtile Filmsprache entwickeln, hinter der er seine Gesellschaftskritikversteckt. Viele seiner mittlerweile über 40 Filme erzählenFamiliengeschichten - oft mit Geraldine Chaplin in der Hauptrolle,seiner langjährigen Lebensgefährtin - in denen das Franco-Regime langenachhallt. Gezeigt wird in ihnen die Bourgeoisie der Franco-Ära mitsamtihren psychopolitischen Komplexen und Problemen. Themen sind derMachtmissbrauch, der Betrug; der Bürgerkriegsschauplatz wird auf denMikrokosmos der Familie übertragen. Auch bei seinen Produktionen, indenen der Bürgerkrieg konkret thematisiert wird, wie zum Beispiel in AYCARMELA (1991), ist es zweitrangig, wo die Grenzen zwischenBürgermilizen, Falangisten, Kommunisten, Arbeitern und Militärsverlaufen. Saura geht es darum, die Seelenzustände der Menschen imKrieg zu beschreiben, der Menschen, die von "einem Ausmaß an Rachsucht,Gewalttätigkeit und Grausamkeit" erfasst werden, "wie es sich vorherniemand hätte ausmalen können." Für Saura ist "das Schrecklichste anden großen Katastrophen die Schnelligkeit, mit der sie in Vergessenheitgeraten." Er thematisiert das Überkommene, das Vergessene, wie auch dasVerdrängen selbst. Nicht nur in Bezug auf seine Heimat, nicht nur inseinen "Familienfilmen", sondern auch in seinen Tanzfilmen, mit denener seine kommerziell größten Erfolge feiert: in CARMEN (1983) geht eseigentlich um die in ihren Traditionen gefangene spanischeGesellschaft, in TANGO (1998) thematisiert er die argentinischeMilitärdiktatur (1976-1983) und den Umgang mit ihr in derargentinischen Gesellschaft der 90er Jahre.
 

Nichtnur sein TANGO-Film lässt es sinnvoll erscheinen, den Spanier CarlosSaura in das Lexikon von kinolatino.de aufzunehmen: 1992 bereitete erzudem  Jorge Luis Borges wohl berühmteste Geschichte EL SUR fürdas Fernsehen auf. 

Sauragewann zahlreiche Filmpreise, unter anderem für PEPPERMINT FRAPPÉ den"Silbernen Bären" der Internationalen Filmfestspiele von Berlin (1966),für COUSINE ANGEMICA (1973) den "Jury Preis" der InternationalenFilmfestspiele von Cannes. 1981 wurde ihm für DEPRISA, DEPRISA der"Goldene Bär", der Hauptpreis der "Berlinale" verliehen. Für seinenpopulärsten Film, das emotionsgeladene Flamenco-Spektakel mit AntonioGades erhielt Saura einen BAFTA (der Preis der "Britischen Akademie fürFilm und Fernsehkunst"). 

Auchmit 76  Jahren ist Saura immer noch künstlerisch aktiv (alsRegisseur und als Autor): sein neuer Film IO, DON GIOVANNI befindetsich grade in der Postproduktion.

Text: sp
Bild: Carlos Saura (r.) am Set von Ay Carmela

 


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