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Voces inocentes

In den 80er Jahren herrscht in dem mittelamerikanischen Land El Salvador ein heftiger Bürgerkrieg. Unversöhnlich und bis an die Zähne bewaffnet stehen sich die Truppen der korrupten Regierung und Einheiten der Guerilla gegenüber. FMLN – Farabundo Marti National Liberation Front – nennt sich die von Landarbeitern organisierte Widerstandsbewegung. Zwölf Jahre dauert ihr Befreiungskampf, in dessen Verlauf 75.000 Salvadorianer ster-ben, 8.000 „verschwinden“ und eine knappe Million Menschen emigrieren. Einer von ihnen ist der zwölfjährige Oscar Torres. Was er damals erlebt
hat, bildete die Grundlage für sein Drehbuch, nach dem dieser Spielfilm entstand.
Er schildert das Schicksal des elfjährigen Chava, der in dem umkämpften Dorf Cuscatazingo lebt. Als sein Vater eines Tages fortgeht und nachdem sich sein Onkel den Guerillatruppen angeschlossen hat, wird der Junge unversehens zum Familienvorstand. Da die Regierung nicht davor zurückschreckt, schon zwölfjährige Jungen zum Militärdienst einzuziehen, steht das Ende seiner Kindheit möglicherweise unmittelbar bevor. Doch schon jetzt ist sein Alltag vom Kampf ums Überleben geprägt und sein Dorf quasi ein Ort zwischen Spielplatz und Schlachtfeld. Während er sich vorsichtig in seine Klassenkameradin Cristina Maria verliebt, rückt der Krieg immer näher. Genauso wie der Tag, an dem er zur Armee muss…

Mexiko 2004, 110 Min

von
Luis Mandoki

mit
Carlos Padilla
Leonor Varela
Daniel Giménez Cacho


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